Als gelernter Elektroplaner und langjähriger RC-Modellpilot beschäftige ich seit ca. 30 Jahren mit elektrischen Akkus.
Im Modellflug waren LiPo-Akkus unmittelbar erlebbar: Man wählte slbst die Zellzahl, Kapazität und Belastbarkeit, schloss den Balancer an, kontrollierte Zellenspannungen und stellte den Ladestrom ein. Falscher Umgang und Fehler zeigten sich schnell – durch kürzere Flugzeiten, starke Erwärmung, aufgeblähte Zellen oder im schlimmsten Fall durch einen Brand.
Ein moderner E-Auto-Akku basiert auf denselben grundlegenden elektrochemischen Prinzipien. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dss einem das Fahrzeug einen grossen Teil der Pflege und Behandlung abnimmt. Ein Batteriemanagementsystem überwacht den Akku ständig und begrenzt Ströme, kontrolliert Temperaturen und gleicht Unterschiede zwischen den Zellen aus.
Das macht den Umgang wesentlich einfacher und sicherer. Trotzdem kann der Fahrer durch sein Ladeverhalten dazu beitragen, dass der Akku möglichst lange gesund bleibt. Lithium-Akkus mögen im Grunde weder extreme Ladezustände noch extreme Temperaturen. Im normalen Alltag muss man daraus aber keine Wissenschaft machen.
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